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Ausflugsziele - Berchtesgaden (65 km)

Deutschlands zweithöchster Berg, der Watzmann (2.713 m) mit seiner Frau und den sieben Kindern ist das Wahrzeichen des Berchtesgadener Landes. Die von der Südspitze des Watzmanns zum Königsee abfallende, fast 2.000 Meter hohe Ostwand ist der höchste Felsabsturz der Ostalpen und auch heute noch eine große Herausforderung für Alpinisten. Am Fuße der Watzmann-Ostwand liegt der Königssee. Weltberühmt steht er für smaragdgrünes Wasser inmitten einer einmaligen Landschaft. Der sauberste See Deutschlands ist bis zu 190 m tief. Entstanden ist er in einer bereits vor der Eiszeit gebildeten Senke. Als dann die Gletscher zurückgingen, sammelte sich im Tal das Schmelzwasser. Mit Elektrobooten fährt man über den See nach St. Bartholomä. Auf der Halbinsel befinden sich das Jagdschloß der bayerischen Könige und die Kirche aus dem Jahre 1134. Dies ist idealer Ausgangspunkt für einen Besuch der "Eiskapelle", einem domartigen Eisgewölbe, das auch im Sommer nicht taut.

Bild BerchtesgadenBild KönigseeBild Königsee

Königssee und Watzmann liegen im Nationalpark Berchtesgaden, einem europaweit bedeutenden Schutzgebiet von imposanter landschaftlicher Schönheit. Der Nationalpark umfasst eine Fläche von 210 km² zwischen Hagengebirge und Reiter Alpe. Neben dem überwiegenden Teil, der frei ist von menschlichem Einfluss, sind andere Bereiche genutzt, etwa für Almwirtschaft, Fischerei und Schifffahrt auf dem Königssee. Seltene Pflanzen, Murmeltiere, Gämsen und Steinböcke haben im Nationalpark ihr Refugium. Mit etwas Glück können Sie Steinadler beobachten. Während der Saison werden von der Nationalparkverwaltung fast täglich geführte Wanderungen zu unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten angeboten. Die Nationalpark-Informationsstelle Klausbachhaus in Ramsau-Hintersee ist ein möglicher Ausgangspunkt für Wanderungen, die Möglichkeiten für Bergtouren sind natürlich unbegrenzt.

 

Informationen, Kartenmaterial usw.: Nationalparkhaus, Franziskanerplatz 7, Telefon 08652/64343,

www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de.

 

Wer nicht so gut zu Fuß ist, kann mit der Seilbahn auf den Jenner, einen schönen Aussichtspunkt auf die Bergwelt von Watzmann, Steinernem Meer und Königsee gelangen. Eine weitere Variante ist die Fahrt mit dem Auto über die (mautpflichtige) Roßfeldhöhenstraße. Berchtesgaden steht aber nicht nur für Naturschönheit, sondern auch für die nationalsozialistische Wahnvorstellung "Alpenfestung" und damit ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte. Ein hochinteressantes Dokumentationszentrum (s. Museen) zeugt heute von damaligen Verirrungen. Vom Obersalzberg aus kann man auch mit einem Bus auf der seinerzeit errichteten Bergstraße zum Kehlsteinhaus fahren und die dortige Aussicht genießen.

 

Ein Erlebnis gerade für Kinder sind die Führungen durch die unterirdische Welt des Salzbergwerkes (s. Museen).